rummel - Das größte Schützenfest der Welt

rummel - Das größte Schützenfest der Welt



 

Alexander Steig


rummel - alexander steig

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Im Foyer der Galerie ist eine Videokamera auf einen Bereich im Außenraumgerichtet. Personen, die durch den Fokus der Kamera laufen, bemerken nichts von dieser Beobachtung. Dieses Bild wird auf ein Fernsehgerät übertragen und musikalisch untermalt.

Man erinnert sich an den (filmischen) Blick einen Attentäters, der auf daserscheinen des Opfers wartet, oder aber an Nachrichten, die man über Hecken- und Scharfschützen gehört hat.
















Sniper VI
Videoinszenierung, 2007

Videokamera, Stativ, Fernseher, CD-Player, Audio-CD, Tisch, Stuhl


rummel - alexander steig

Vertikal wird in Lebensgröße das Bild einer Schützin an die Wand projiziert. Sie zielt auf die Zielscheibe, die auf dem Bildschirm gegenüber zu sehen ist. Freiwillig oder beabsichtigt gerät man beim Betrachten in die virtuelle Schusslinie. Das Bild der Schützin kommt von DVD und läuft als Loop. Die Zielscheibe wird direkt aus dem Ausstellungsraum übertragen. Es kann also geschehen, dass man beim passieren der realen Zielscheibe diese verdeckt und in den Fokus der Kamera gerät, somit für einen Moment zum virtuellen Ziel der virtuellen Schützin permutiert.























Schützin
2teilige Videoinszenierung, 2007

Videokamera, Stativ, Zielscheibe, Fernsehgerät, Videoprojektor, DVD-Player, DVD


rummel - alexander steig

In der Simulation eines Wohnzimmers (Teppich als Raumbegrenzung, Sofa,
Fernseher) läuft ein kurzer Film: ein Mann in Hasenkostüm wird von einem
bewaffneten Mann (Jäger) erlegt. Das ganze wirkt improvisiert, wie eine
Maskerade, bleibt unkommentiert offen. Der Schuss ist hörbar u.

















Hasenjagd
Videoinstallation, 2007

DVD-Player, DVD, Sofa, Fernsehgerät, Tisch


rummel - alexander steig

Maße: variabel (drei Räume, davon einer nicht zum Ausstellungsbereich gehörend)
Material: 2 baugleiche Fernsehgeräte / Tische, 6-8 baugleiche Stühle, Videokamera, Videoprojektor, 3 Räume, Wandfarbe, Teppich, Baumaterial, Kabel

Im zweiten Raum des Ausstellungsortes sah man auf einer großflächigen Projektion folgende Raumsituation: einen Fernseher auf einem Tisch, davor ein paar Stühle, einen Aschenbecher. Der Fernseher war eingeschaltet und zeigte NORD 3. Der Sound/Ton der ausgestrahlten Sendung war gut vernehmbar. Zuvor begegnete dem Besucher im ersten Raum die soeben beschriebene Situation in realitas, d. h. der gleiche Aufbau mit Fernseher und das selbe Programm – man konnte sich setzen und die laufende Sendung gucken. Verließ man nun dieses reale Fernsehzimmer und betrat den Projektionsraum, stellte man fest, dass die Anordnung der Stühle sich nicht verändert hatte, Personen, die vor dem Fernseher saßen, waren in der Projektion des Fernsehzimmers nicht vorhanden.

Es ergab sich also folgende Situation: durch den Umstand, dass beide Fernseher das gleiche Programm zeigten, herrschte eine zeitliche Einheit zwischen realem und projiziertem Fernsehzimmer. Die eigene Anwesenheit wurde aber durch die unveränderte Anordnung der Stühle in der Projektion gegenüber der eben noch wahrgenommenen oder selbst herbeigeführten Veränderung im realen Fernsehzimmer negiert.

Die Projektion des sich nicht verändernden Fernsehzimmers kam aus einem weiteren, nicht zugänglichen Raum des Ausstellungshauses; dort wurde das Fernsehzimmer identisch dem zu betretenden Fernsehzimmer nachgebaut und in den Projektionsraum übertragen.


















Fernsehzimmer (doppelt)

Videoinszenierung,
Galerie Herold,
Bremen, 2002

rummel - alexander steig

Material: 22 Fernsehgeräte und Zeitschaltuhren, Kabel, Antennen, Stromverteiler
Maße: Mehrfamilienhaus

In den jeweiligen Wohneinheiten einer seit fünf Jahren leerstehende Bauruine in Heiligenrode bei Bremen wurden Fernsehgeräte gestellt; die dafür notwendige Stromversorgung wurde entsprechend gelegt.

Die Erscheinungsweise des betreffenden Hauses bzw. Gebäudekomplexes ließ am Tage keine Veränderung erkennen. Bei Einbruch der Dunkelheit fing das Gebäude jedoch an zu „leben“. Nach und nach gingen die in den einzelnen Wohnräumen aufgestellten Fernsehgeräte an und verbreiten ihren eigentümlich flackernden Schein. Das Gebäude schien behaust, obgleich unbewohnt.


















haunted house

Medieninstallation im öffentlichen Raum,
Gemeinde Stuhr, 2001/2002


Biographie

1968 geboren in Hannover

1990–98 Studium der Angewandten Kulturwissenschaften und Ästhetischen Praxis, Universität Hildesheim
1992–98 Studium der Bildenden Kunst an der Fachhochschule Hannover bei R. Bier, U. Baehr und S. Jakubaschke
1998–99 Meisterschüleranwärter Klasse Prof. Sigrun Jakubaschke
1999 Annahme als Doktorand am Fachbereich II, Visuelle Kommunikation, Universität Hildesheim


Ausstellungen und Projekte (Auswahl seit 1998)

2007
ASIA – EUROPE – MEDIATIONS, WSNHiD, Posen, PL (K), Zendai Museum of Modern Art, Shanghai, VRC (K), RUMMEL, Städtische Galerie
Kubus, Hannover (K), URBAN CONDITIONS (K), Rathausgalerie München, BORDERLINE, Ter Caemer-Meert Contemporary, Kortrijk, BE

2006
NEUN STATIONEN, Krankenhausmuseum/Galerie im Park, Bremen (E/K) STEIG/WEISS, Galerie K4, München, NEUE KUNST IN ALTEN GÄRTEN, NKiaG e.V., Ober- und Untergut Lenthe (K), GLAUBEN UND WISSEN, Galerie der Künstler, München, BACK FROM SHANGHAI, Kunsthalle Faust, Hannover

2005
I LOVE VIDEO ART, Musée d’Art Moderne et Contemporain de Strasbourg / le forum itinerant, F,DAS PLAKAT ALS SKULPTUR IM ÖFFENTLICHEN RAUM, Kunstverein Via113, Hildesheim, CROSSING TIME INTERNATIONAL II, Dartington Gallery, Totnes, GB, GASTGEBER / MAKING OFF, Kunstverein Hildesheim/Via
113 (K), 3 EINSTELLUNGEN ZUR MALEREI, mfart-Galerie, München (E), 2. BERLINER KUNSTSALON, Arena, Berlin (K), TWO ASIAS, TWO EUROPES, Duolun Museum of Modern Art, Shanghai, VRC

2004
SONDERVORFÜHRUNG, Galerie im Park, Bremen (E), SHIFT-CLOSE UP, Foro Artisico, Internationales Medienkunstforum, Hannover JETZTREDI, lothringer 13 / laden, München SHIFT#3, ART GENE, Barrow in Furnes, GB, SHIFT#4, AV-arkki, Helsinki, FIN, aldrei – nie – never, Galerie Kuckei + Kuckei, Berlin (K), MATCH 1, IF / Museum Innerspaces, Poznan, PL, SCREEN SPIRIT, Städtische Galerie im Buntentor, Bremen (K/DVD) MATCH 2, Städtische Galerie Kubus, Hannover

2003
GURKE AUF ENGLISCH, Künstlerhäuser Worpswede, HEIMLEUCHTEN, Niedersächsische Landesvertretung, Berlin BREMER FÖRDERPREIS BILDENDE KUNST, Städtische Galerie, Bremen WHO’S NEXT?, Foro Artistico, Internationales Medienkunstforum, Hannover, FATER FALLS, International House, Stavanger, N (E), SHIFT, Centre d’Art Contenporaire Arteppes, Annecy, F (CD-R) RETURN TO NATURE Nanjing Senghua Arts Center, Nanjing, VCR (K)
GLOCKE KUNST, Die Glocke, Bremen

2002
DIE SPRECHWEISEN, ART IG, Hannover, FERNSEHZIMMER (DOPPELT), Galerie Herold, Bremen (E), GLOCKENSPIEL, Kunstverein Syke(E/K), BREAK, Künstlerstätte Stuhr-Heiligenrode(E/K), EIN TREPPENHAUS FÜR DIE KUNST VII, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Hannover (K), DON, Chinati-Foundation, Marfa, USA, DIE BEHERRSCHUNG DER NATUR, Kunsthalle Faust, Hannover, PERSPEKTIVEN, 81. Herbstausstellung niedersächsischer Künstler, Kunstverein Hannover (K)

2001
TOKYO CHEETAHS LAST EMPLOYMENT, GUK, Selfoss, IS; Lejre, DK; Hannover (E) LEBT UND ARBEITET IN HANNOVER, Galerie Robert Drees; Hannover BAHNHOF-LICHTSPIELE, Kurt-Schwitters- Forum für Kunst, Kultur und Medien, Hannover (K), ALEXANDER STEIG ZEIGT EIN KALENDARIUM, EINE SITZGELEGENHEIT, EINE AKTENWAND UND DREI TOWER, Dominikanerkloster / auswärts-Kunstraum, Frankfurt am Main (E/K), RECONTRE VIDEO, Bonlieu, Annecy, F, KRAFT/QUELLE, Bosch-Förderpreis 2001 (2. Preis), Flughafen Stuttgart (K), SCIENTIFICNEUROTICSTOP, Kunstverein Wunstorf, HAUNTED HOUSE STATION 1), Gemeinde Stuhr

2000
ARBEITSRAUM, ART IG, Hannover (E), JUNGE KUNST IN DER ALLBANK, Allbank, Hannover (K), ARCHE NOAH, Kunstverein Neustadt (K), LA DOLCE VITA, Inner Spaces, Zentrum für neue Medien, Posen, PL, IMAGESPASSAGES, Foro Artistico, Internationales Medienkunstforum, Hannover I LOVE VIDEO-ART, forum itinerant, Straßburg, F

1999
LUGGAGE (STATION 2), Galerie L'Ost 1999, Weimar (E), DIE GUTEN DINGE, Kunstverein Via 113 e. V., Hildesheim (K), STATT BLUMEN, Stadtfriedhof Engesohde, Hannover, LOKAL ZEIT / LOCAL TIME, Biennale niedersächsischer Künstler, Kunstverein Hannover (K) 1998 ROOM WITHOUT A VIEW, gallery hallsson, Madrid, E (E), DIGITALE BILDWELTEN, Kunstverein Recklinghausen (K), COMING AND GOING, Villa Minimo, Hannover (E),
KUNST AM BAHNDAMM, Friedenskirche (2. Preis, mit Jürgen Witte), Hannover, WORKART, Bosch-Förderpreis, Galerie der Stadt Stuttgart

(E = Solo, K = Katalog)


Stipendien, Förderungen, Preise

2006 Projektstipendium, Erwin und Gisela von Steiner-Stiftung
2004 Jahresstipendium des Landes Niedersachsen für Bildende Kunst
2003 Barkenhoff-Stipendium, Künstlerhäuser Worpswede
2002 Projektförderung des niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur
2001–02 Wohn- und Arbeitsstipendium der Gemeinde Stuhr in der Künstlerstätte Heiligenrode
2001 BOSCH Förderpreis (2. Preis)
2000–01 Promotionsstipendium des Landes Niedersachsen
1999 Meisterschüler bei Prof. Sigrun Jakubaschke
1998 Kunst am Bahndamm (2. Preis, Zusammenarbeit mit Jürgen Witte)


www.alexandersteig.de